Cosmolearning ist eine Internet-Plattform auf der verschiedene Materialien, wie Online-Kurse, Dokumentationen, Bücher und weitere Lehrinhalte sowohl für Schulen aber auch für den Unterricht zu Hause angeboten werden. Die Lehrinhalte sind nach unterschiedlichen Themen sortiert, wie Anthropologie, Geschichte, Biologie, Informatik, Sprachen und weitere. Die Idee der Plattform hatten zwei Geschwister. Sie wollten sich in Naturwissenschaften verbessern und haben das Internet nach geeigneten Ressourcen durchsucht. Diese haben sie nun auf der Plattform Cosmolearning auch für andere Interessierte zugänglich gemacht. Eine Online-Community soll dazu beitragen die Plattform um Ressourcen zu erweitern. Besonders interessant sind die nach Themen sortierten Dokumentationen. Mir war nicht bewusst, dass so viele hochwertige Dokumentation, wie der Blaue Planet oder die BBC-Dokumentation “Space” mit Sam Niel öffentlich zugänglich sind. Auf jeden Fall sind sie sehenswert!
Ich habe heute ein interessantes Plugin für WordPress entdeckt und eingerichtet. Das Livestream-Plugin ermöglicht die Aggregation und Darstellung der persönlichen Aktivitäten in diversen Internet-Anwendungen im eigenen Blog. So können Beiträge in Twitter, Flickr, MySpace, oder anderen Blogs im eigenen Blog chronologisch aufgelistet werden. Ein kleiner Aggregator der eigenen Biographie im Netz. Ich merke anhand der angebotenen Auswahl der Tools im Livestream, dass ich eigentlich sehr wenige der möglichen Anwendungen verwende.
Auf der Website familiy watchdog (Awareness is our best defence) können US Bürger sehen, ob in ihrer Nachbarschaft Sexualverbrecher leben. Der Wohnort der Sexualtäter wird in Form einer Markierung auf dem Stadtplan angezeigt. Ein Klick auf so eine Markierung führt zu einer Seite auf der ein Photo, die Adresse und sogar die Etage, auf der der vermeitliche Täter lebt, dargestellt sind. Unglaublich! The Land of the free führt wieder den Pranger ein. Es ist wohl richtig, dass das Recht der Täter nicht über dem Recht der Opfer zu stehen hat. Aber diese Menschen, die auf der Seite dargestellt werden, haben ihre Strafe bereits verbüßt und sollten das Recht auf einen Neuanfang haben. Wenn man nicht mehr an die Instrumente und Möglichkeiten des Rechtsstaat glaubt, dann kann man auch zum Mittelalter zurückkehren und die Selbstjustiz einführen. Ich denke, deshalb trägt in den USA auch fast jeder eine Waffe. Andere Länder andere Sitten
Interessanter Artilkel im Stern Weblog “Leben im Apfel” :
Die Kinderschänder von nebenan
Nachdem ich mir unterschiedliche Web 2.0 Anwendungen angeschaut habe, musste ich leider feststellen, dass es sehr schwer ist welche auszusuchen. Zur Verdeutlichung des Dilemmas sollte eine nicht wirklich ernstzunehmende Liste dienen.
Trotzdem habe ich nun beschlossen, ein paar bereits recherchierte Web 2.0 Anwendungen zu selektieren und näher zu betrachten. Diese habe ich in Kategorien unterteilt und werde sie jeweils in der nächsten Zeit in einem Blogbeitrag unter anderem in den Kriterien, Informationsdarstellung, Interaktion, Kollaboration und Einsatzmöglichkeiten im E-Learning analysieren. Es ist möglich, dass ich zur Verdeutlichung oder Vertiefung der jeweiligen Beiträge noch weitere beispielhafte Anwendungen hinzufüge. Auch ist es möglich, dass ich manche hier aufgeführte nicht in die Analyse einbeziehe. Die folgende Auswahl sollte somit zur Orientierung und Strukturierung dienen und dazu verhelfen, endlich einen Anfang zu finden. Anregungen und Kommentare sind willkommen.
Social Bookmarking
http://del.icio.us/
Datenerstellung und -austausch
http://blogsearch.google.com/
http://www.feedster.com/
http://technorati.com/
http://blogdex.net/
News
http://digg.com/
http://memeorandum.com/
Geographische Verknüpfung von Informationen
maps.google.com
http://www.frappr.com/
Kommunikation und Kollaboration
http://www.meebo.com
http://www.twiki.org/
http://gmail.com
http://www.odeo.com/
http://voo2do.com/
Startseiten
http://www.bloglines.com/
Googles personalisierte Startseite
http://www.netvibes.com/
Metaservices
http://www.suprglu.com/
http://www.ning.com/
Web als Plattform
https://www.youos.com/
http://eyeos.org/
Lernumgebungen
http://nuvvo.com/
http://www.elgg.org/
Anregungen für diese Liste habe ich unter anderem
von folgenden Websites erhalten:
http://www.listible.com/list/web2-0-beta-programs-you-just-have-to-be-in
http://reviews.designtechnica.com/guide46.html
http://www.articledashboard.com/Article/Top-10-Innovative-Web-2-0-Applications-of-2005/10891
http://web2.wsj2.com/thebestweb20softwareof2005.htm
YouOS ist ein mit JavaScript realisiertes “webbasiertes Betriebssystem”, mit einem eigenen E-Mail Programm, Texteditor, Dateimanagement, Chatprogramm und weiteren kleine Anwendungen. Es ist aber auch möglich, neuen Anwendungen für das System zu schreiben, um es somit zu erweitern (http://trac.youos.com/index.html/wiki/DataStructuresIntro).
In diversen Weblogs ist erneut eine Diskussion um den Begriff “Web 2.0″ ausgebrochen. Im Read/WriteWeb schreibt Richard MacManus, dass er es satt habe ständig die Kritik um diesen Begriff zu hören und einem Artikel in ZDNet zustimme, dass der Begriff “Web 2.0″ die derzeitige Entwicklung im Netz nicht richtig darstelle. Im diesem Artikel wird zum wiederholten Male darauf Aufmerksam gemacht, dass der Begriff ein Marketing-Slogan sei, der in einem Brainstorming entstanden ist. “It was coined by Dale Dougherty during a meeting between O’Reilly and Associates (a computer book publisher) and MediaLive International (an event organizer) as a marketable term for a series of conferences” (http://en.wikipedia.org/wiki/Web2.0). Im Weiteren wird in diesem Artikel angeführt, dass der Begriff Ähnlichkeit mit einer Versionsnummer habe. Es sehe so aus, als wäre Web 1.0 eine Vorläufer von Web 2.0 und im Web 3.0 werden Fehler von Web 2.0 eliminiert und Erweiterungen ergänzt. Darüber hinaus würde dieser Begriff Elemente miteinander vereinen, die eigentlich nichts miteinander zu tun hätten. Und wieder kommen die cleveren Marketingleute ins Spiel, die damit versuchen Kunden zu angeln: “Skeptics argue that the term is essentially meaningless, or that it means whatever its proponents decide that they want it to mean in order to convince the media and investors that they are creating something fundamentally new, rather than continuing to develop and use well-established technologies” (http://en.wikipedia.org/wiki/Web2.0). Interessant ist, dass beide in dem ZDNet Artikel zitierten Absätze in Wikipedia am 18.12.2005 und am 20.12.2005 von Benutzern entfernt wurden. Sie sind noch gemeinsam in der Version vom 18.12.2005 zu finden.
Als Resultat dieser im Jahr 2005 anhaltenden Diskussion um den Begriff “Web 2.0″ hat Richard MacManus von Read/WriteWeb nun beschlossen dem Begriff, nicht den Technologien, den Rücken zu kehren. Er schreibt nicht mehr über “Web 2.0″, sondern über “Web Technology and Media”.
Der Begriff “Read/WriteWeb” wurde von Tim Berners-Lee das erste Mal erwähnt. Er stellt seine ursprüngliche Idee eines Webs dar, indem alle Benutzer gleichzeitig Informationskonsumenten wie auch Informationserzeuger sind. Eine andere Vorstellung von Tim Berners-Lee bezüglich der Entwicklung des Web ist das “Semantic Web”. “The Semantic Web is an extension of the current web in which information is given well-defined meaning, better enabling computers and people to work in cooperation” (The semantic web, Tim Berners-Lee, James Hendler and Ora Lassila, 2001). Im deutschsprachigen Wikipedia wird unter dem Begriff “Web 2.0″ folgendes angemerkt: “Als Synonym für das Semantische Web wurde Web 2.0 auch benutzt. Die beiden Konzepte sind ähnlich und ergänzen sich. Die Kombination von sozialen Netzwerken wie FOAF und XFN zusammen mit der Entwicklung von Folksonomy verbreitet durch Weblogs, Soziale Lesezeichen und Wikis erschuf eine natürliche Basis für eine semantische Umgebung” (http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0).
Aber der Begriff “Semantic Web” scheint sich schwer durchzusetzen. Vielleicht weil er nicht so abstrakt ist wie “Web 2.0″, zu technisch klingt und man sich schwer die Funktionalitäten und Technologien aus dem Begriff heraus vorstellen kann, die ermöglicht und verwendet werden. Seit neustem hat nun auch Tim Berners-Lee einen Weblog. Zum Thema Weblog hat er in einem Interview bei den BBC Newsnight’s gesagt: ” When you write a blog, you don’t write complicated hypertext, you just write text, so I’m very, very happy to see that now it’s gone in the direction of becoming more of a creative medium”. Mal schauen, ob er sich in Zukunft in seinem eigenen Weblog zu dem Thema “Web 2.0″ äußern wird.
Stephen Downes beschreibt in einem Artikel des eLernMagazine den Wandel von E-Learning Plattformen. Er begründet ihn mit der Modifikation des Umgangs mit dem Internet seitens der Benutzer. Sie sind, seiner Meinung nach, nicht mehr nur Konsumenten von Informationen (the read web), sondern auch Erzeuger (read-write web). Diese Form des Umgangs mit Informationen entspricht eher der ursprüngliche Idee des Webs von Tim Berners-Lee. Daraus folgt die Veränderung des Internets von einem reinen Publikationsmedium zu einem Medium, indem Informationen von den Benuztern erzeugt, geteilt und miteinander kombiniert werden. Er stellt die Veräderungen in der Aufnahme und Erzeugung von Informationen anhand von Web 2.0 Beispielen dar. Im Anschluss geht er auf den Einsatz von Wikis , Blogs und anderen aktuellen Technologien im E-Learning ein und schildert ihren Einsatz und die Auswirkungen im Lernprozess wie auch in der Erstellung von Lerninhalten.
“In the future it will be more widely recognized that the learning comes not from the design of learning content but in how it is used. [...] The challenge will not be in how to learn, but in how to use learning to create something more, to communicate.”
E-learning 2.0, Stephen Downes, 17.10.2005
Ich habe in Axels Blog diese Darstellung von Web 2.0 entdeckt. Ursprünglich stammt die Abbildung von kosmar. Er hat sie in flickr publiziert, wo sie dann zu einer kollaborativen Imagemap umgestaltet wurde. So können andere Benutzer ihre Kommentare zu den einzelnen Begriffen einfügen. Mittlerweile wird diese Darstellung auch in Wikipedia als Übersichtskarte für Web 2.0 geführt. Interessant im Wikipedia-Artikel über das Web 2.0 ist der Vergleich zwischen Web 2.0 und dem Semantic Web. Eigentlich ähnlich aber doch komplementär. Mal schauen, ob die Zukunft mit dem Web 3.0 diese Unterschiede ein wenig verringern wird. XHTML 2.0 geht schon durch die Hinzunahme von RDF-Tripeln in die entsprechende Richtung.


