Auf der Website familiy watchdog (Awareness is our best defence) können US Bürger sehen, ob in ihrer Nachbarschaft Sexualverbrecher leben. Der Wohnort der Sexualtäter wird in Form einer Markierung auf dem Stadtplan angezeigt. Ein Klick auf so eine Markierung führt zu einer Seite auf der ein Photo, die Adresse und sogar die Etage, auf der der vermeitliche Täter lebt, dargestellt sind. Unglaublich! The Land of the free führt wieder den Pranger ein. Es ist wohl richtig, dass das Recht der Täter nicht über dem Recht der Opfer zu stehen hat. Aber diese Menschen, die auf der Seite dargestellt werden, haben ihre Strafe bereits verbüßt und sollten das Recht auf einen Neuanfang haben. Wenn man nicht mehr an die Instrumente und Möglichkeiten des Rechtsstaat glaubt, dann kann man auch zum Mittelalter zurückkehren und die Selbstjustiz einführen. Ich denke, deshalb trägt in den USA auch fast jeder eine Waffe. Andere Länder andere Sitten
Interessanter Artilkel im Stern Weblog “Leben im Apfel” :
Die Kinderschänder von nebenan
Elisabeth Lane vom Rochester Institute of Technology, Lab for Social Computing beschreibt in Ihrem Weblog eine interessante Methode ein Wiki zur Klausurvorbereitung einzusetzen. Sie hat Ihre Studenten aufgefordert, in einem Wiki Fragen für die bevorstehende Klausur zu formulieren. Jeder Studierende musste Fragen mit einer Mindestpunktzahl von 10 für die Klausur formulieren. Die jeweils eingesendeten Fragen wurden bewertet und diese Bewertung ging in die Gesamtnote ein. Für die bevorstehende Klausur wurden nur die von den Studierenden im Wiki formulierte Fragen verwendet.
Die Qualität der Fragen ließ zu Wünschen übrig und die eingesendeten Fragen deckten nicht das gesamte Themengebiet ab. Elisabeth Lane hat die Fragen mit ein paar Modifizierungen und Ergänzungen für die Klausur übernommen.
Eine schöne Methode die Studierenden in die Formulierung der Klausur mit einzubeziehen und gleichzeitig bei der Klausurvorbereitung zu unterstützen, mit dem positiven Nebeneffekt eine kollaborative Klausurvorbereitung zu initiieren. Die Studierenden mussten sich jeweils mit dem vorhanden Lerninhalt auseinander setzen, ihn verstehen, Fragen formulieren und dann die Form der Bewertung der formulierten Fragen festlegen. Zudem konnten sie unmittelbar die Aktivitäten den anderen Studierenden im Wiki miterleben und überprüfen und mit den eigenen Aktivitäten abgleichen und diese gegebenenfalls anpassen. Zusätzlich lieferten die von den anderen Studierenden eingesendeten Fragen eine Möglichkeit der Überprüfung des eigenen Lernstatus und eine motivierende Unterstützung beim Wieterlernen.
Erste Ergebnisse der Integration von Elgg, Drupal und Moodle hat Dave Tosh in seinem Blog veröffentlicht. Ein Link verweist auf eine Demo-Version, die noch recht rudimentär ist, aber einen ersten Einblick vermittelt. Noch beruht diese Demo auf Drupal und Elgg. Moodle soll demnächst integriert werden.
Und nun ein Beispiel für ein Tool, das auf Technologien des sogenannten Semantic Web basiert. Mit Hilfe des Webtools “US Presidents” kann man seine Kenntnisse über die Amerikanischen Präsidenten verbessern.
Es wurde mit Hilfe des Frameworks Exhibit realisiert, das vom Projekt SMILE (Semantic Interoperability of Metadata and Information in unLike Environments) entwickelt wurde. Weitere interessante Beispiele sind auf der Seite von Exhibit zu finden.
Im Tutorlinker werden Nachhilfelehrer nach ihrer geographischen Lage dargestellt. Die Lehrer werden in Form von kleinen Avataren auf der Landkarte positioniert.
Zu der geographischen Postion erhält man zusätzlich persönliche Informationen, wie beispielsweise Photo, Name und Ausbildung der jeweiligen Lehrer. Dazu kommen noch Informationen über ihr Angebot, wie Nachhilfefächer und das Einzugsgebiet, welches sie abdecken.
Mit Tutorlinker findet man leider bislang nur Nachhilfelehrer in den USA.
Ein schönes Beispiel wie Google Maps genutzt werden kann.
Es existieren mittlerweile viele Produkte und Konzepte, welche Personal Learning Environments (PLE) darstellen oder ermöglichen. Die Rechercheergebnisse zeigen sowohl komplexe Lösungen, die mehrere Anwendungen oder Systeme miteinander verbinden um ein PLE zu realisieren, als auch einfache Lösungen, in denen lediglich Browser angepasst und durch Plugins in ihrer Funktionalität erweitert werden.
So betreibt zum Beispiel Dr. Mark van Harmelen von der University of Manchester School of Computer Science ein Mitarbeiter des Manchester Framework Project: zur Realisierung von VLEs und PLEs, ein neues Projekt, das er the half-hour PLE nennt.
Darin wird der Browser mittels Web 2.0 Software je nach Anforderung individuell angepasst und um PLE Funktionalitäten erweitert. Diese Browseranpassung schafft eine strukturelle Unabhängigkeit von Systemen und Anwendungen. Obendrein ist die Realisierung eines solchen PLEs sehr kostengünstig. Allerdings erfordert eine solch einfache Form Lernaktivitäten zu strukturieren vom Anwender ein hohes Maß an Disziplin und vor allem Kenntnisse in Lernmanagement, über die erfahrungsgemäß nicht alle Lernenden gleichermaßen verfügen.
Eine weitere Möglichkeit PLES zu realisieren sind einfache browserbasierte Anwendungen. Sie werden von diversen Anbietern zur Verfügung gestellt. Der Benutzer kann ein personalisierte Seite erstellen, die auf dem Server des Anbieters gespeichert wird und zu jeder Zeit und von jedem Ort aus darauf zugreifen. Solche Anwendungen sind die personalisierte Startseite von Google und Netvibes (http://www.netvibes.com/).
Diese Möglichkeiten erscheinen auf den ersten Blick ausreichend, um ein PLE zu realisieren: ist doch ein PLE eigentlich nichts anderes, als ein Tool oder eine Ansammlung von Tools, mit denen sich Lernaktivitäten strukturieren und organisieren lassen und Wissensaustausch und Kommunikation ermöglicht wird. Im Grunde kann jeder ganz einfach seinen Browser zu einem PLE erweitern.
Warum bemühen sich nun Bildungsinstitutionen um PLEs und realisieren komplexere Anwendungen als die oben beschriebenen?
Diese integrierten PLEs werden oft mit Bordmittel des eingesetzten LMS oder mittels Zusatzmodulen erzeugt. Sie sind ebenfalls webbasiert und können auch von den Lernenden individuell angepasst werden. Sie liefern aber anders als einfache und isolierte PLEs einen Grundstock an Funktionalitäten, welche die Bildungsinstitution unabhängig von den Lernenden verwaltet und entsprechend anpassen kann.
Natürlich könnte auch eine Bildungsinstitution Tools zur Verfügung stellen, ob diese aber von allen Lernenden gleichermaßen angenommen und eingesetzt werden ist nicht sichergestellt. Das Ziel der Entstehung einer gemeinsamen Lern- und Kommunikationsumgebung wird dadurch nicht unbedingt erreicht oder macht einen hohen Organisationsaufwand seitens der Institution erforderlich: muss sie doch alle Lernende auf einen gemeinsamen Nenner bringen, um kollaboratives Lernen und Wissensaustausch zu ermöglichen. Sicherlich ist dies einer der Gründe warum sich Bildungsinstitutionen für die Integration der PLEs in ihrem LMS entscheiden.
Einen Vorteil bietet solcherlei integrierte Lösung durch den gemeinsamen Aufbau und das Angebot von Basisfunktionalitäten, die für alle Lehrenden und Lernenden zur Verfügung stehen. Dadurch wird es einfacher, die jeweiligen PLEs durch didaktische Methoden und den angebotenen technischen Funktionen miteinander zu einer Wissens- und Lerngemeinschaft zu verbinden.
Elgg ist ein Open Source Framework zur Erzeugung von Personal Learning Environments, das unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wurde. Elgg kann sowohl als eigenständige Lernplattform, wie aber auch als Zusatzsoftware zu einer bereits bestehenden Lernplattform eingesetzt werden. Mittels Elgg können Bildungsorganisationen Lernenden einen persönlichen Bereich einrichten, in dem sie Inhalte sammeln, organisieren, publizieren und mit anderen Hochschulmitgliedern austauschen können. Durch den Einsatz von Elgg, soll die Verbreitung und Teilung von Ideen, Problemen und Wissen zwischen den Mitgliedern der Hochschule ermöglicht werden.
Elgg wird an mehreren Hochschulen eingesetzt wie beispielsweise an der University of Leeds und der Johannes Kepler Universität Linz. Der Blog „Implementing Elgg in HE“ beschäftigt sich mit Fragen und Ergebnissen bei der Implementierung von Elgg in der University of Brighton.
Die Universität of Brigton möchte Elgg mit Blackboard einsetzen. Dave Tosh hat eine mögliche Architektur der Zusammenarbeit beider Systeme in Form eines Diagramms in seinem Blog dargestellt.
Andere Initiativen möchten Elgg mit Moodle und Drupal einsetzten. Ausgehend von einem Weblogbeitrag von Bill Fitzgerald: Elgg, Drupal, and Moodle — the components of an online learning environment ist das OpenAcademic Projekt entstanden, welches die Integration von Elgg, Drupal und Moodle sowie Mediawiki zum Ziel hat. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Team von Elgg und dem Team von FunnyMonkey. Ein ähnliches Projekt ist die LAMPuniversity. In diesem Projekt geht es um die Integration von Moodle, Drupal, Civicrm, Civicspace and Elgg. Leider sind auf der Website der LAMPuniversity nicht viele Informationen zum Projekt und seinem Fortlauf vorhanden. Das OpenAcademic Projekt scheint aktiver zu sein.
Die Frage, die sich bei der Betrachtung dieser beider Projekte aufdrängt ist: Warum diese verschiedenen Systeme, die teilweise gleiche Funktionalitäten anbieten, zusammengefügt und nicht einfach jeweils um die fehlenden Funktionalitäten erweitert werden?
Eine Antwort findet sich im Blog von OpenAcademic: Natürlich sei es möglich, manche dieser Systeme bei der Integration nicht einzusetzen: „It’s possible to set up OpenAcademic without Drupal, or without Moodle.“ (http://openacademic.org/news/?p=11). Die Teilnehmer des OpenAcademic Projekts wollen mit der Integration dieser Systeme Flexibilität beim Design der Lernumgebung gewährleisten. Das Ziel des Projekts ist, eine flexible, adaptierbare Open Source Toolbox anzubieten, mit der es möglich sein soll, allen komplexen Anforderung von Bildungsinstitutionen gerecht zu werden. Die Zukunft wird zeigen, ob es bei diesen verschieden Systemen bleiben wird, oder nur eins erweitert wird, oder ob doch aus der Symbiose ein neues System entsteht.
Ein weitere Anwendung, die PLEs ermöglichen soll, ist die an der Bolton University entstandene Software PLEX Sie ist ein Resultat des von dem Joint Information Systems Committee geförderte Projekts für PLEs und mittlerweile in einer Beta Version verfügbar. Der wesentliche Unterschied zu den vorigen Anwendungen ist, dass PLEX nicht webbasiert, sondern eine Desktop-Anwendung ist.
Wieder ein anderes System ist Sakai. Sakai ist ein umfangreiches, webbasiertes Open Source Kollaborations- und Lehr/Lernsystem, das von den Universitäten Michigan, Indiana, Stanford und dem MIT initiiert wurde. Es ist im amerikanischen Hochschul- und Forschungsbereich mehr verbreitet als im europäischen. Um die Popularität von Sakai zu steigern, veranstalten die Universität Lübeck und die oncampus GmbH am 6. und 7. September 2006 in Lübeck einen kostenlosen 1. Europäischer Sakai Tag.
Interessant ist der Blogeintrag von Dave Tosh bezüglich der Open Source Eigenschaften von Sakai: „Plus, it is ‘Open Source’ but to join the development table you need to pony up $10,000 per year! – this hardly feels like Open Source to me.“
Das OpenAcademic Projekt hat als Ziel die Integration von Elgg, Drupal und Moodle sowie Mediawiki. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Team von Elgg und dem Team von FunnyMonkey. Die Integration der verschiedenen Tools, die oftmals ähnliche Funktionalitäten aufweisen, soll Bildungsorganisationen vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung und Pflege von komplexen Lernumgebungen, PLEs, Lerngemeinschaften, Organisationswebsites mittels Open Source Software anbieten.
Meine ehemalige Fachhochschule (Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg) hat einen schönen Weblog eingerichtet. Ausländische Studierende der Fachhochschule können ihre Erfahrungen und Eindrücke in diesem Blog veröffentlichen. Gleichzeitig wird in einer Interaktiven Karte – realisiert mit Google Maps – das Herkunftsland und die Anzahl der Studierenden aus diesem Land dargestellt. In machen Fällen versteckt sich hinter den Markierungen auf der Karte das Profil der jeweiligen Studierenden mit einem Foto. Mittlerweile kann dieser Blog als Informations- und Austauschplattform auch von Studierenden der Fachhochschule, die sich im Ausland befinden, verwendet werden.

