Industrie 4.0: eine Chance für offene und digitale Lernformen

In den letzten drei Jahrzehnten wurde die Digitalisierung von nahezu allen Lebensbereichen – so auch die Hochschullehre – von allerlei Schlagworten begleitet. Hierzu zählen die beinahe schon vergessene Begriffe, wie »Multi- oder Hypermedia«, »die virtuelle Hochschule«, das »Semantic Web«, »Web 2.0« und weitere. Mit diesen Schlagworten waren stets Visionen, Wünsche, Hoffnungen aber auch eine Reihe von Anforderungen verknüpft. Gegenwärtig macht der Begriff »Industrie 4.0« und in Folge die Begriffe »Arbeiten 4.0«, »Bildung und Weiterbildung 4.0« die Runde. Was verbirgt sich hinter dem Präfix 4.0, welche Hoffnungen, Ideen und Konzepte gehen damit einher und welche Anforderungen ergeben sich für hochschulische Bildung und Weiterbildung, insbesondere für das digitale sowie mediengestützte Lernen und Lehren?

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Mashups bei IBM

Folgendes Video vom IBM Mashup Center liefert ein schöne teils euphorische Einführung in Mashups. Leider denke ich nicht, dass sich die IT-Abteilung nach der Einführung von Mashups zurücklehnen und ihren Cocktail genießen kann. Trotzdem bittet diese Technologie  bestimmte Vorteile sowohl für die Services  der IT-Abteilung als auch für den Enduser. Dieser muss aber ganz genau wissen, was er von einem Mashup will und die Technologie entsprechend anwenden können. Und ich muss zugeben, dass ich schon beim Zuschauen des Videos diesbezüglich  meine Zweifeln hatte. Vielleicht kann sich die IT-Abteilung zurücklehnen, dafür muss sich aber die Schulungsabteilung um so mehr anstrengen!

http://www.youtube.com/watch?v=3kDnbhKb2ow

Picok – Persönliches Informations Cockpit

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Picok ist ein von der der  Firma Liip aus  Zürich entwickelter Multi-User Open Source Web-Desktop. Ähnlich wie bei iGoogle, Pageflakes und anderen Web-Desktops können in Picok  vordefinierte Portlets ausgewählt und strukturiert auf einem dreispaltigen Layout abgelegt werden. Zu diesen vordefinierten Portlets gehören  beispielsweise ein Kalender, Doodle, Google Suche, eine Wetterkarte und weitere. Diese Liste kann von den jeweiligen Administratoren erweitert werden. Da das Systeme in der Schweiz entwickelt wurde, sind die meisten Portlets vornehmlich auf den Schweizer Raum zugeschnitten. Recht interessant. Mal schauen, ob das System in Zukunft weiterentwickelt wird. Eine Open Source Alternative zu iGoogle und Pageflakes ist schon langer nötig!

Cosmolearning

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Cosmolearning ist eine Internet-Plattform auf der verschiedene Materialien, wie Online-Kurse, Dokumentationen, Bücher und weitere Lehrinhalte sowohl für Schulen aber auch für den Unterricht zu Hause angeboten werden. Die Lehrinhalte sind  nach unterschiedlichen Themen sortiert, wie Anthropologie, Geschichte, Biologie, Informatik, Sprachen und weitere. Die Idee der Plattform hatten zwei Geschwister. Sie wollten sich in Naturwissenschaften verbessern und haben das Internet nach geeigneten Ressourcen durchsucht. Diese haben sie nun auf der Plattform Cosmolearning auch für andere Interessierte zugänglich gemacht. Eine Online-Community soll dazu beitragen die Plattform um Ressourcen zu erweitern. Besonders interessant sind die nach Themen sortierten Dokumentationen. Mir war nicht bewusst, dass so viele hochwertige Dokumentation, wie der Blaue Planet oder die BBC-Dokumentation “Space” mit Sam Niel öffentlich zugänglich sind. Auf jeden Fall sind sie sehenswert!

KISDspaces und GoogleMaps

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Die KISD hat viele internationale Partnerhochschulen. Studierende, die einen Auslandsaufenthalt planten haben oft den Wunsch geäußert, mehr Informationen aus diesen Hochschulen zu erhalten,  gerade von anderen Studierenden der KISD, die bereits dort ein Auslandssemester absolviert haben. Um diesen Wunsch auch in KISDspaces nachzugehen, wurde ein neuer Bereich eingerichtet: “KISDabroad”.

http://spaces.kisd.de/abroad/

Im Bereich KISDabroad wurde ein Blog (Space)  pro Partnerhochschule angelegt, indem sich KISD-Studierende im Ausland als Autoren anmelden können – natürlich im Space der eigenen Auslandshochschule.  Den Studierenden wurde vor ihrer Abreise  eine Aufgabe mitgegeben. Sie sollen im entsprechenden Space innerhalb von bestimmten Themen, beispielsweise Architektur, Esskultur, Szene, Public Design und weitere Beiträge über das Land, die neue Stadt oder die Hochschule  schreiben. Der vorgegebene Themenkatalog dient als Orientierungshilfe. Die Studierenden sollen sich daraus zwei Themen aussuchen und entsprechend im Space darstellen.

Zusätzlich wurden nun auch GoogleMaps in diese Spaces integriert. Die Studierenden können dadurch, bei Bedarf in ihrem Beitrag einen Marker auf Google Maps setzen, um beispielsweise ein nettes Café, ein interessanten Laden, die Bibliothek, das beste Krankenhaus den Daheimgebliebenen zu empfehlen. Diese markierte Karte kann im aktuellen Beitrag eingebunden werden. Aber alle in den Beiträgen gesetzten Marker werden noch zusätzlich automatisch auf einer Gesamtkarte im Space präsentiert (unter den Navigationspunkt Map). So können Studierende, die auch ein Auslandssemester in dieser Hochschule anstreben, sich  im Vorfeld einen Überblick verschaffen.

Die Spaces der jeweiligen Hochschulen werden in diesem Semester erstmalig eingesetzt, aber sie sollen über mehrere Semester laufen und um die Beiträge der neuen Studierenden im Ausland erweitert werden.

Echtzeit Suchmaschine Collecta

Die Suchmaschine Collecta ermittelt  Tweets, Photos, Videos, Blog-Beiträge, Kommentare zu einem bestimmten Suchwort in Echtzeit. So sind die Suchergebnisse nicht statisch, sondern werden durch weitere neuere Beiträge ständig während der Betrachtung ergänzt und aktualisiert. Derzeit ist der Dienst noch nicht online. Dennoch kann die  Arbeitsweise von Collecta auf den Webseiten “Obama in real Time” und “Swine Flu” beobachtet werden.

collecta

Diese Art der Suche ist schon gewöhnungsbedürftig, da sich die dargestellten Suchergebnisse  ständig in ihrer Positionierung ändern und man leicht überfordert durch die Fülle an Informationen ist. Zumal auch die  Suchergebnisse bislang ungefiltert ausgegeben werden. Es gib keinerlei Auswertung oder Rating. Es zählt lediglich die Aktualität der Beiträge und diese ist für gewöhlich kein Qualitätsmerkmal.  Nichtsdestotrotz ist Collecta ein recht interessanter und sehenswerter Ansatz.

Livestream-Plugin

Ich habe heute ein interessantes Plugin für WordPress entdeckt und eingerichtet. Das Livestream-Plugin ermöglicht die Aggregation und Darstellung der persönlichen Aktivitäten in diversen Internet-Anwendungen im eigenen Blog. So können Beiträge in Twitter, Flickr, MySpace, oder anderen Blogs im eigenen Blog chronologisch aufgelistet werden. Ein kleiner Aggregator der eigenen Biographie im Netz. Ich merke anhand der angebotenen Auswahl der Tools im Livestream, dass ich eigentlich sehr wenige der möglichen Anwendungen verwende.

Tagclouds aus Texten oder Websites

Wordle ist ein lustiges Spielzeug im Netz. Nach der Eingabe eines Textes oder einer URL generiert ein Java-Applet unterschiedliche Tagclouds der Eingabe.
Die Tagcloud von sabeth.org kann wie folgt aussehen:
tagcloud011

Dieses Tool eignet sich auch gut, um die Häufigkeit der Wörter in eigenen Texten zu überprüfen. Dann werden unnötige Wiederholungen wirklich ersichtlich!

Drupal und RDF

Die Basis für das Semantic Web bildet das Ressource Description Framework (RDF). RDF ist ein vom W3-Consortium empfohlener Standard zur Definition von maschinenlesbaren Metadaten und damit zur Ermöglichung von Interoperabilität zwischen Anwendungen im Internet. Mittels RDF können einfache Aussagen und Relationen zwischen Ressourcen formuliert werden. Jede einzelne Ressource besitzt eine eindeutige Adresse, die sogenannte URI (Uniform Ressource Identifier). RDF-Aussagen bilden einen gerichteter Graph, bestehend aus Knoten und Kanten. Die Elemente dieses Graphs sind RDF-Tripeln, welche ein Subjekt ein Prädikat und ein Objekt darstellen. Das Subjekt und das Objekt sind Knoten und das Prädikat die gerichtete Kante, die immer auf das Objekt zeigt.

Mittels RDF können nun Aussagen im HTML-Code einer Website formuliert werden, wie beispielsweise die Aussage “Elisabeth Kaliva ist die Autorin dieses Beitrags”. Im HTML-Code würde man dann im Tag des Autors und im Tag des Beitrag, entsprechend RDF-Auszeichnungen finden, die diese Aussage zusammenstellen.

Für Anwender ist es vordergründig nicht interessant. Maschinen können aber eine Website mit den RDF-Auszeichnungen scannen und entsprechende Informationen rausfiltern. Sie besteht somit nicht nur aus einem unspezifischen langen Text mit Bildern und anderen Elementen, sondern aus kleinen Inhaltsmodulen mit individueller Bedeutung. Wenn eine Maschinen nun eine solche Website durchläuft, kann sie die jeweiligen Module selektieren und entsprechend darstellen – beispielsweise in Suchergebnissen oder in Personeneztwerken.

Folgendes Video zeigt, mögliche Anwendungen, die durch den Einsatz von RDF in Drupal entstehen.

[youtube r4WgTRIRoa0]