Echtzeit Suchmaschine Collecta

Die Suchmaschine Collecta ermittelt  Tweets, Photos, Videos, Blog-Beiträge, Kommentare zu einem bestimmten Suchwort in Echtzeit. So sind die Suchergebnisse nicht statisch, sondern werden durch weitere neuere Beiträge ständig während der Betrachtung ergänzt und aktualisiert. Derzeit ist der Dienst noch nicht online. Dennoch kann die  Arbeitsweise von Collecta auf den Webseiten “Obama in real Time” und “Swine Flu” beobachtet werden.

collecta

Diese Art der Suche ist schon gewöhnungsbedürftig, da sich die dargestellten Suchergebnisse  ständig in ihrer Positionierung ändern und man leicht überfordert durch die Fülle an Informationen ist. Zumal auch die  Suchergebnisse bislang ungefiltert ausgegeben werden. Es gib keinerlei Auswertung oder Rating. Es zählt lediglich die Aktualität der Beiträge und diese ist für gewöhlich kein Qualitätsmerkmal.  Nichtsdestotrotz ist Collecta ein recht interessanter und sehenswerter Ansatz.

So kann Google Maps auch genutzt werden

Auf der Website familiy watchdog (Awareness is our best defence) können US Bürger sehen, ob in ihrer Nachbarschaft Sexualverbrecher leben. Der Wohnort der Sexualtäter wird in Form einer Markierung auf dem Stadtplan angezeigt. Ein Klick auf so eine Markierung führt zu einer Seite auf der ein Photo, die Adresse und sogar die Etage, auf der der vermeitliche Täter lebt, dargestellt sind. Unglaublich! The Land of the free führt wieder den Pranger ein. Es ist wohl richtig, dass das Recht der Täter nicht über dem Recht der Opfer zu stehen hat. Aber diese Menschen, die auf der Seite dargestellt werden, haben ihre Strafe bereits verbüßt und sollten das Recht auf einen Neuanfang haben. Wenn man nicht mehr an die Instrumente und Möglichkeiten des Rechtsstaat glaubt, dann kann man auch zum Mittelalter zurückkehren und die Selbstjustiz einführen. Ich denke, deshalb trägt in den USA auch fast jeder eine Waffe. Andere Länder andere Sitten

Interessanter Artilkel im Stern Weblog “Leben im Apfel” :
Die Kinderschänder von nebenan

US Presidents

Und nun ein Beispiel für ein Tool, das auf Technologien des sogenannten Semantic Web basiert. Mit Hilfe des Webtools “US Presidents” kann man seine Kenntnisse über die Amerikanischen Präsidenten verbessern.
Es wurde mit Hilfe des Frameworks Exhibit realisiert, das vom Projekt SMILE (Semantic Interoperability of Metadata and Information in unLike Environments) entwickelt wurde. Weitere interessante Beispiele sind auf der Seite von Exhibit zu finden.

Widgetbox

Mit der Widgetbox ist es möglich, auf der eigenen Seite (Weblog, LMS, …) diverse Widgets hinzuzufügen. Die Widgetbox ist sowohl ein Verzeichnis für Widgets wie auch ein Service, mit dem Widgets leicht und schnell verwalten und installiert werden können. Auf der Seite von Widgetbox können registrierte Benutzer Widgets aussuchen und sie zu Panels zusammenfassen. Jeder User kann entsprechend seiner Anforderungen verschiedenen Panels aus Widgets zusammenstellen. Er erhält für jedes erstellte Panel ein Scirpt, das er an die entsprechende Stelle seiner Seite einfügen muss damit die Widgets erscheinen. Die Panels können zu jeder Zeit editiert und ergänzt werden. In der Widget-Galerie finden sich Widgets aus den Bereichen: Blogsphere, Kommunikation, Spiel und Spaß, Information und weitere.

Eine schöne Spielerei. Weitere Infos zur Widgetbox und Personalisierung von VLEs finden sich im Weblog von Tony Hirst “OUseful Info“.

Einsatz von Personal Learning Environments in der Hochschullehre

Es existieren mittlerweile viele Produkte und Konzepte, welche Personal Learning Environments (PLE) darstellen oder ermöglichen. Die Rechercheergebnisse zeigen sowohl komplexe Lösungen, die mehrere Anwendungen oder Systeme miteinander verbinden um ein PLE zu realisieren, als auch einfache Lösungen, in denen lediglich Browser angepasst und durch Plugins in ihrer Funktionalität erweitert werden.
So betreibt zum Beispiel Dr. Mark van Harmelen von der University of Manchester School of Computer Science ein Mitarbeiter des Manchester Framework Project: zur Realisierung von VLEs und PLEs, ein neues Projekt, das er the half-hour PLE nennt.
Darin wird der Browser mittels Web 2.0 Software je nach Anforderung individuell angepasst und um PLE Funktionalitäten erweitert. Diese Browseranpassung schafft eine strukturelle Unabhängigkeit von Systemen und Anwendungen. Obendrein ist die Realisierung eines solchen PLEs sehr kostengünstig. Allerdings erfordert eine solch einfache Form Lernaktivitäten zu strukturieren vom Anwender ein hohes Maß an Disziplin und vor allem Kenntnisse in Lernmanagement, über die erfahrungsgemäß nicht alle Lernenden gleichermaßen verfügen.

Eine weitere Möglichkeit PLES zu realisieren sind einfache browserbasierte Anwendungen. Sie werden von diversen Anbietern zur Verfügung gestellt. Der Benutzer kann ein personalisierte Seite erstellen, die auf dem Server des Anbieters gespeichert wird und zu jeder Zeit und von jedem Ort aus darauf zugreifen. Solche Anwendungen sind die personalisierte Startseite von Google und Netvibes (http://www.netvibes.com/).
Diese Möglichkeiten erscheinen auf den ersten Blick ausreichend, um ein PLE zu realisieren: ist doch ein PLE eigentlich nichts anderes, als ein Tool oder eine Ansammlung von Tools, mit denen sich Lernaktivitäten strukturieren und organisieren lassen und Wissensaustausch und Kommunikation ermöglicht wird. Im Grunde kann jeder ganz einfach seinen Browser zu einem PLE erweitern.

Warum bemühen sich nun Bildungsinstitutionen um PLEs und realisieren komplexere Anwendungen als die oben beschriebenen?
Diese integrierten PLEs werden oft mit Bordmittel des eingesetzten LMS oder mittels Zusatzmodulen erzeugt. Sie sind ebenfalls webbasiert und können auch von den Lernenden individuell angepasst werden. Sie liefern aber anders als einfache und isolierte PLEs einen Grundstock an Funktionalitäten, welche die Bildungsinstitution unabhängig von den Lernenden verwaltet und entsprechend anpassen kann.
Natürlich könnte auch eine Bildungsinstitution Tools zur Verfügung stellen, ob diese aber von allen Lernenden gleichermaßen angenommen und eingesetzt werden ist nicht sichergestellt. Das Ziel der Entstehung einer gemeinsamen Lern- und Kommunikationsumgebung wird dadurch nicht unbedingt erreicht oder macht einen hohen Organisationsaufwand seitens der Institution erforderlich: muss sie doch alle Lernende auf einen gemeinsamen Nenner bringen, um kollaboratives Lernen und Wissensaustausch zu ermöglichen. Sicherlich ist dies einer der Gründe warum sich Bildungsinstitutionen für die Integration der PLEs in ihrem LMS entscheiden.
Einen Vorteil bietet solcherlei integrierte Lösung durch den gemeinsamen Aufbau und das Angebot von Basisfunktionalitäten, die für alle Lehrenden und Lernenden zur Verfügung stehen. Dadurch wird es einfacher, die jeweiligen PLEs durch didaktische Methoden und den angebotenen technischen Funktionen miteinander zu einer Wissens- und Lerngemeinschaft zu verbinden.

Elgg ist ein Open Source Framework zur Erzeugung von Personal Learning Environments, das unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wurde. Elgg kann sowohl als eigenständige Lernplattform, wie aber auch als Zusatzsoftware zu einer bereits bestehenden Lernplattform eingesetzt werden. Mittels Elgg können Bildungsorganisationen Lernenden einen persönlichen Bereich einrichten, in dem sie Inhalte sammeln, organisieren, publizieren und mit anderen Hochschulmitgliedern austauschen können. Durch den Einsatz von Elgg, soll die Verbreitung und Teilung von Ideen, Problemen und Wissen zwischen den Mitgliedern der Hochschule ermöglicht werden.
Elgg
wird an mehreren Hochschulen eingesetzt wie beispielsweise an der University of Leeds und der Johannes Kepler Universität Linz. Der Blog „Implementing Elgg in HE“ beschäftigt sich mit Fragen und Ergebnissen bei der Implementierung von Elgg in der University of Brighton.

Die Universität of Brigton möchte Elgg mit Blackboard einsetzen. Dave Tosh hat eine mögliche Architektur der Zusammenarbeit beider Systeme in Form eines Diagramms in seinem Blog dargestellt.
Andere Initiativen möchten Elgg mit Moodle und Drupal einsetzten. Ausgehend von einem Weblogbeitrag von Bill Fitzgerald: Elgg, Drupal, and Moodle — the components of an online learning environment ist das OpenAcademic Projekt entstanden, welches die Integration von Elgg, Drupal und Moodle sowie Mediawiki zum Ziel hat. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Team von Elgg und dem Team von FunnyMonkey. Ein ähnliches Projekt ist die LAMPuniversity. In diesem Projekt geht es um die Integration von Moodle, Drupal, Civicrm, Civicspace and Elgg. Leider sind auf der Website der LAMPuniversity nicht viele Informationen zum Projekt und seinem Fortlauf vorhanden. Das OpenAcademic Projekt scheint aktiver zu sein.

Die Frage, die sich bei der Betrachtung dieser beider Projekte aufdrängt ist: Warum diese verschiedenen Systeme, die teilweise gleiche Funktionalitäten anbieten, zusammengefügt und nicht einfach jeweils um die fehlenden Funktionalitäten erweitert werden?
Eine Antwort findet sich im Blog von OpenAcademic: Natürlich sei es möglich, manche dieser Systeme bei der Integration nicht einzusetzen: „It’s possible to set up OpenAcademic without Drupal, or without Moodle.“ (http://openacademic.org/news/?p=11). Die Teilnehmer des OpenAcademic Projekts wollen mit der Integration dieser Systeme Flexibilität beim Design der Lernumgebung gewährleisten. Das Ziel des Projekts ist, eine flexible, adaptierbare Open Source Toolbox anzubieten, mit der es möglich sein soll, allen komplexen Anforderung von Bildungsinstitutionen gerecht zu werden. Die Zukunft wird zeigen, ob es bei diesen verschieden Systemen bleiben wird, oder nur eins erweitert wird, oder ob doch aus der Symbiose ein neues System entsteht.

Ein weitere Anwendung, die PLEs ermöglichen soll, ist die an der Bolton University entstandene Software PLEX Sie ist ein Resultat des von dem Joint Information Systems Committee geförderte Projekts für PLEs und mittlerweile in einer Beta Version verfügbar. Der wesentliche Unterschied zu den vorigen Anwendungen ist, dass PLEX nicht webbasiert, sondern eine Desktop-Anwendung ist.
Wieder ein anderes System ist Sakai. Sakai ist ein umfangreiches, webbasiertes Open Source Kollaborations- und Lehr/Lernsystem, das von den Universitäten Michigan, Indiana, Stanford und dem MIT initiiert wurde. Es ist im amerikanischen Hochschul- und Forschungsbereich mehr verbreitet als im europäischen. Um die Popularität von Sakai zu steigern, veranstalten die Universität Lübeck und die oncampus GmbH am 6. und 7. September 2006 in Lübeck einen kostenlosen 1. Europäischer Sakai Tag.
Interessant ist der Blogeintrag von Dave Tosh bezüglich der Open Source Eigenschaften von Sakai: „Plus, it is ‘Open Source’ but to join the development table you need to pony up $10,000 per year! – this hardly feels like Open Source to me.“

OpenAcademic

Das OpenAcademic Projekt hat als Ziel die Integration von Elgg, Drupal und Moodle sowie Mediawiki. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Team von Elgg und dem Team von FunnyMonkey. Die Integration der verschiedenen Tools, die oftmals ähnliche Funktionalitäten aufweisen, soll Bildungsorganisationen vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung und Pflege von komplexen Lernumgebungen, PLEs, Lerngemeinschaften, Organisationswebsites mittels Open Source Software anbieten.

Social Bookmarks

Beim Social Bookmarking sammeln und teilen Benutzer interessante Webseiten in Form von Lesezeichen mit anderen Benutzern. Die Lesezeichen werden mittels Schlagworten, den sogenannten Tags, sturkturiert und öffentlich für jeden zugänglich gepeichert. Sowohl der Begriff “Social Bookmarking” wie auch die Begriffe “tag” und “tagging” sind eng verbunden mit dem Erschienen des Dienstes del.ico.us im Jahre 2003.

In del.icio.us können Benutzer ein Lesenzeichen auf eine interessante Seite setzen, es mit bestimmten Schlagworten versehen und bei Bedarf annotieren.
Die so erstellten Lesezeichen werden nicht lokal auf der Festplatte gespeichert, sondern auf einen externen Server. Dadurch sind sie von jedem Ort und zu jeder Zeit abrufbar. Der eigentliche Vorteil aber von del.ico.us liegt darin, dass man nicht nur auf die eigenen Lesezeichen zugreifen kann, sondern auch auf die Lesezeichen anderer Benutzer. So ist es möglich, nach Lesenzeichen unter einem Schlagwort zu suchen, oder Lesezeichen eines ausgewählten Schlagworts oder Schlagwortkombination als RSS-Feed zu abonnieren. Jedes Bookmark erhält verschiedene Metadaten, wie beispielsweise die bereits erwähnten Schlagworte, ein Datum, oder die Anzahl der Benutzer, welche diese Seite auch als Bookmark gespeichert haben. Dadurch kann auf die Popularität einer Seite geschlossen werden. Es können aber auch die von anderen Benutzern eingegebenen Annotationen und die Schlagworte zu einem bestimmten Lesezeichen eingesehen werden. Natürlich kann das System durch die Eingabe der Schlagworte und den Vergleich der unterschiedlichen Benutzerdaten Lesezeichen vorschlagen, die mit dem aktuell ausgewählten in Relation stehen.
Del.icio.us ist recht minimalistisch gestaltet. Es ist meistens zweispaltig gehalten. In der linken Spalte sind URLs mit Metainformationen, oder Eingabemöglichkeiten für Lesezeichen zu finden. In der rechten Spalte sind Zusatzinformationen verortet, wie beispielsweise Tag-Clouds, Eingaben anderer Benutzer, oder Related Pages.

Nach dem Erfolg von del.ico.us sind natürlich auch weitere Social Bookmarking Dienste entstanden. So ein Dienst ist Furl.net. Er ähnelt del.icio.us, wobei dieser noch weitere Möglichkeiten bietet.
Bei Furl kann der Benutzer zu den Tags noch die Bookmarks bewerten und sie bestimmten Themengebieten zuordnen. Furl erstellt mittels der eingegebenen Informationen, Bewertungen, und Schlüsselwörter ein Präferenzprofil des jeweiligen Benutzers. Die Präferenzen werden mit den Präferenzen anderer Furl-Benutzer verglichen und es werden sogenannte Furl-Mates ermittelt, d.h. Benutzer mit ähnlichen Interessen. Es können die Seiten der Furl-Mates eingesehen und nach interessanten Informationen durchstöbert werden. Zudem ist es wie bei del.icio.us auch möglich, Linklisten anderer Benutzer zu abbonieren.

Es sind viele Szenarien und Vorteile denkbar beim Einsatz von Social Bookmarking im E-Learning. Es ist einfacher und schneller einen Link zu setzen, als einen Blogeintrag zu schreiben. Einige Szenarien oder Vorteile könnten folgende sein:

  • Lernende können die Lesezeichen anderer Lernender abonnieren und ihre Aktivitäten verfolgen. Die virtuelle Präsenz der Anderen könnte animierend, motivierend und bereichernd für das eigene Lernen sein.
  • Bei Gruppenarbeiten kann das Social Bookmarking zur individuellen Recherche eingesetzt werden. Die jeweils Anderen können die Recherche verfolgen, sie kommentieren oder bewerten, sich Anregung holen, oder ihre eigene Recherche ergänzen.
  • Bei geographisch verteilten Gruppen kann ein Gruppenkonto eingerichtet werden. Das Social Bookmarking dient als virtuelles Gruppengedächtnis für interessante Webseiten.
  • Bei individuellen Konten kann man Studierende mit ähnlichen Interessen finden und gegebenenfalls von ihnen lernen.
  • Nicht nur von den Lerneden, sondern auch von den Bookmarks der Lehrenden kann gelernt werden.

[tags]social bookmarking, furl, del.icio.us, e-learning[/tags]

Schwierige Auswahl

Nachdem ich mir unterschiedliche Web 2.0 Anwendungen angeschaut habe, musste ich leider feststellen, dass es sehr schwer ist welche auszusuchen. Zur Verdeutlichung des Dilemmas sollte eine nicht wirklich ernstzunehmende Liste dienen.

Trotzdem habe ich nun beschlossen, ein paar bereits recherchierte Web 2.0 Anwendungen zu selektieren und näher zu betrachten. Diese habe ich in Kategorien unterteilt und werde sie jeweils in der nächsten Zeit in einem Blogbeitrag unter anderem in den Kriterien, Informationsdarstellung, Interaktion, Kollaboration und Einsatzmöglichkeiten im E-Learning analysieren. Es ist möglich, dass ich zur Verdeutlichung oder Vertiefung der jeweiligen Beiträge noch weitere beispielhafte Anwendungen hinzufüge. Auch ist es möglich, dass ich manche hier aufgeführte nicht in die Analyse einbeziehe. Die folgende Auswahl sollte somit zur Orientierung und Strukturierung dienen und dazu verhelfen, endlich einen Anfang zu finden. Anregungen und Kommentare sind willkommen.

Social Bookmarking
http://del.icio.us/

Datenerstellung und -austausch
http://blogsearch.google.com/
http://www.feedster.com/
http://technorati.com/
http://blogdex.net/

News
http://digg.com/
http://memeorandum.com/

Geographische Verknüpfung von Informationen
maps.google.com
http://www.frappr.com/

Kommunikation und Kollaboration
http://www.meebo.com
http://www.twiki.org/
http://gmail.com
http://www.odeo.com/
http://voo2do.com/
http://www2.writely.com/

Startseiten
http://www.bloglines.com/
Googles personalisierte Startseite
http://www.netvibes.com/

Metaservices
http://www.suprglu.com/
http://www.ning.com/

Web als Plattform
https://www.youos.com/
http://eyeos.org/

Lernumgebungen
http://nuvvo.com/
http://www.elgg.org/

Anregungen für diese Liste habe ich unter anderem
von folgenden Websites erhalten:
http://www.listible.com/list/web2-0-beta-programs-you-just-have-to-be-in
http://reviews.designtechnica.com/guide46.html
http://www.articledashboard.com/Article/Top-10-Innovative-Web-2-0-Applications-of-2005/10891
http://web2.wsj2.com/thebestweb20softwareof2005.htm

Web 3.0, 4.0, 10.0

Mittlerweile sieht man immer öfter den Begriff Web 3.0. Anscheinend sind viele Blogger mit den Eigenschaften des sogenannten Web 2.0 nicht zufrieden. Deswegen sehnen sie sich nach einer neuen Version. Ich kann ihre Verwirrung verstehen, ist es doch wirklich schwer, eine Web 2.0 Anwendung zu identifizieren und zu klassifizieren. Welche Eigenschaften, Eigenarten haben Web 2.0 Anwendungen? Ist es, dass sie RSS/Atom zum Datenaustausch verwendet, oder, dass sie AJAX zur Darstellung einsetzen, Skype zur Kommunikation, und so weiter? RSS wird schon seit 1999 zum Datenaustausch verwendet. IP-Telefonie ist auch nichts Neues. Sogar AJAX existiert seit 1998. Sind vielleicht die Zusammenführung der jeweiligen Tools und Daten und die Möglichkeit zur Kommunikation spezifische Eigenarten einer Web 2.0 Anwendung?

Die Vermischung verschiedener Daten unterschiedlicher Quellen, scheint eine Schlüsseleigenschaft der sogenannten Web 2.0 Anwendungen zu sein. In herkömmlichen Websites liegen die Informationen meistens in Form von einzelnen HTML-Dokumenten, die miteinander verlinkt sind vor. Ihr Inhalt und ihre Struktur kann von Menschen interpretiert werden. Maschinen können nur begrenzt diese Information verarbeiten. In einem Artikel „Web 2.0 for Designers“, der im Mai 2005 von Richard MacMagnus und Joshua Porter veröffentlich wurde, steht „“The Web of Documents has morphed into a Web of data. We are no longer just looking to the same old sources of information. Now we’re looking to a new set of tools to aggregate and remix microcontent in new and useful ways“.

Auch in „Native to a Web of Data“, einer Präsentation von Tom Coates von Yahoo, die er während der Konferenz „Future of Web Apps“ in London gehalten hat, wird in den ersten Folien der Präsentation die Undeutlichkeit des Begriffs Web 2.0 und seiner Anwendungen deutlich. Er zeigt diverse Anwendungen und verschiedene Graphiken, die versuchen das Web 2.0 darzustellen, welche nicht eine Antwort liefern, sondern viele Fragen aufwerfen. Tom Coates baut seine Präsentation auf folgendem Satz auf: „A web of data sources, services for exploring and manipulating data and ways that users can connect them together“. Aus dem Web von Dokumenten wird das Web der „Mash-Ups „ und daraus folgt das Web of Data. Dave Beckett bezieht sich auf diese Präsentation und schreibt in seinem Blog “ that the open data part of the web 2.0 buzzword space, actually aligns well with semantic web ideas – a web of data”, da auch im Semantic Web die maschinenlesbaren Daten ein wesentliches Merkmal sind.

Die Web 2.0 Anwendungen sollen die jeweiligen Dateneinheiten sammeln, verarbeiten und mit anderen Daten vermischen und darstellen. Die von den Anwendungen bereitgestellte, standardisierte und strukturierte Daten sind einfacherer, untereinander auszutauschen (content aggregation) und miteinander zu vermischen (content syndication). Die Daten werden von ihrem ursprünglichen Kontext herausgefiltert und auf dem lokalen Browser (oder entsprechenden Applikationen) mit anderen Daten verknüpft und dargestellt.

Ein weiteres Merkmal von Web 2.0 Anwendungen ist, dass sie nicht nur die Daten maschinenlesbar ablegen, sondern auch unterschiedliche Schnittstellen und Services zur Erstellung, Suche, Manipulation und Austausch der strukturierten Daten anbieten. Beispiele dafür in der Datenebene sind: RSS/Atom , Microformats, Permalinks und weitere. In der Anwendungsebene gehören dazu Weblogs- oder Wikis, aber auch Widgets und offene APIs, die von unterschiedlichen Anbietern bereitgestellt werden, wie beispielsweise von Yahoo und Google. Die angebotenen APIs erweitern den Austausch auch auf der Anwendungsebene (service syndication). Im Web 2.0 wird das Web als Plattform gesehen, auf der Entwickler neue Anwendungen schreiben, untereinander austauschen und miteinander vermischen können. Baly Iyer von der School of Management at Boston University hat in seinem Blog eine Graphik veröffentlich, die basierend auf den Daten von programmableweb.com zeigt, welche APIs am häufigsten genutzt und in Mash-Ups am häufigsten miteinander verknüpft werden. Die Größe der Knoten in der Graphik entspricht der Nutzung der jeweiligen API und die Breite der Kante zwischen zwei Knoten die Häufigkeit der gemeinsamen Nutzung in Form von Mash-Ups . Knoten der gleichen Firma besitzen auch die gleiche Farbe.

In Verbindung mit Web 2.0 erscheint oft der Begriff Social Software. Kurz angemerkt: Social Software ermöglicht Kommunikation und Interaktion zwischen Benutzern im Internet. Zu den Social Software Anwendungen gehören neben E-Mail und Instand Message auch Wikis, und Blogs, die als Musterbeispiele von Web 2.0 Anwendungen gelten. Daraus folgend können nun die Eigenschaften von Web 2.0 Anwendungen um die Möglichkeiten der Interaktion und Kommunikation von Social Software erweitert werden.

Der Begriff Web 2.0 scheint ein Oberbegriff für verschiedene Technologien und Anwendungsgebiete zu sein. Die drei hier herausgestellten Eigenschaften: maschinenlesbare Daten, Services, Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten erinnern mal wieder an den Satz zur Definition von Semantic Web: „The Semantic Web is an extension of the current Web in which information is given well-defined meaning, better enabling computers and people to work in cooperation“ (The semantic web, Tim Berners-Lee, James Hendler and Ora Lassila, 2001). Unabhängig davon, scheint das Thema und der Hype um das Web 2.0 ein gutes Vehikel zu sein, um die Vorstellungen und die Möglichkeiten von Semantic Web nach dem Buttom-Up Ansatz allmählich im Web zu etablieren. Yahoo sucht bereits nach Semantic Web Entwicklern.

[tags]semantic web, web 2.0[/tags]