So kann Google Maps auch genutzt werden

Auf der Website familiy watchdog (Awareness is our best defence) können US Bürger sehen, ob in ihrer Nachbarschaft Sexualverbrecher leben. Der Wohnort der Sexualtäter wird in Form einer Markierung auf dem Stadtplan angezeigt. Ein Klick auf so eine Markierung führt zu einer Seite auf der ein Photo, die Adresse und sogar die Etage, auf der der vermeitliche Täter lebt, dargestellt sind. Unglaublich! The Land of the free führt wieder den Pranger ein. Es ist wohl richtig, dass das Recht der Täter nicht über dem Recht der Opfer zu stehen hat. Aber diese Menschen, die auf der Seite dargestellt werden, haben ihre Strafe bereits verbüßt und sollten das Recht auf einen Neuanfang haben. Wenn man nicht mehr an die Instrumente und Möglichkeiten des Rechtsstaat glaubt, dann kann man auch zum Mittelalter zurückkehren und die Selbstjustiz einführen. Ich denke, deshalb trägt in den USA auch fast jeder eine Waffe. Andere Länder andere Sitten

Interessanter Artilkel im Stern Weblog “Leben im Apfel” :
Die Kinderschänder von nebenan

2 thoughts on “So kann Google Maps auch genutzt werden”

  1. Hallo Elisabeth,

    ich denke die Sache ist nicht so einfach zu beantworten. Wenn Sexualstraftäter ihre Strafe abgesessen haben, ist das nicht damit gleichzusetzen, dass sie auch geheilt sind.
    Meines Erachtens haben Eltern das Recht ihre Kinder zu schützen. Es ist nur eine Notlösung, denn die Problemursache wird nicht angegangen bzw. nur unzureichend gelöst.

    MfG
    Albert

  2. Es ist schon richtig, dass Eltern ihre Kinder schützen wollen und das Recht der Opfer vor dem Recht der Täter steht. Aber nicht indem man Menschen öffentlich an den Pranger stellt. Wir leben in einem Rechtsstaat, wir haben uns auf ein paar Regeln des Zusammenlebens geeinigt. Es kann schon sein, dass manche Sexualstraftäter nach ihrer Haft nicht geheilt sind, aber dann sollte man an der Länge und den Möglichkeiten der Haft arbeiten und nicht den Schutz der Kinder den Eltern ausschließlich überlassen. Die öffentliche Darstellung von Sexualtätern in Amerika hat zur Lynchjustiz geführt. Das waren auch Eltern, die Ihre Kinder schützen wollten, aber die haben das mit dem Schutz ein wenig falsch verstanden und sind dann selbst zu Tätern geworden.

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