Industrie 4.0: eine Chance für offene und digitale Lernformen

In den letzten drei Jahrzehnten wurde die Digitalisierung von nahezu allen Lebensbereichen – so auch die Hochschullehre – von allerlei Schlagworten begleitet. Hierzu zählen die beinahe schon vergessene Begriffe, wie »Multi- oder Hypermedia«, »die virtuelle Hochschule«, das »Semantic Web«, »Web 2.0« und weitere. Mit diesen Schlagworten waren stets Visionen, Wünsche, Hoffnungen aber auch eine Reihe von Anforderungen verknüpft. Gegenwärtig macht der Begriff »Industrie 4.0« und in Folge die Begriffe »Arbeiten 4.0«, »Bildung und Weiterbildung 4.0« die Runde. Was verbirgt sich hinter dem Präfix 4.0, welche Hoffnungen, Ideen und Konzepte gehen damit einher und welche Anforderungen ergeben sich für hochschulische Bildung und Weiterbildung, insbesondere für das digitale sowie mediengestützte Lernen und Lehren?

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LMS, PLE, SLE?

Ich habe mich in der letzten Woche intensiver wegen meiner Dissertation und eines Kurses mit dem Thema Personal Learning Environments und Learning Management Systeme beschäftigt. Wenn man sich beide Systeme anschaut scheint es als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Ist das aber so?

Eigentlich ja. Hier werden anscheinend Äpfel mit Birnen verglichen. Ein Personal Learning Environment ist – wie der Name schon ausdrückt – die persönliche Lernumgebung eines Lernenden. Ein Learning Management System ist ein System zur Verwaltung, Organisation von Lehre und Lernen. Dieses bietet viele Zusatzfunktionen an, wie Foren, mittlerweile auch Blogs und Wikis, ist aber immer organisationsgebunden. LMS sind geschlossene lehrzentrierte und von der Institution gelenkte Systeme und PLEs sind eher ein Konzept hinsichtlich des Lernens im Web 2.0.

Gerade habe ich einen interessanten Blog-Beitrag von Matt Crosslin “Re-Thinking Everything And The Realization of PLEs” gelesen in dem er eine iPhone Moment für Personal Learning Enviroments fordert. Er findet zwar die Idee und das Konzept von PLEs gut sagt aber, dass es bislang keine guten Lösungen zu Realisierung dieser gäbe. Ich denke, er meint eine gute institutionelle Realisierung. Aber ist es eigentlich notwendig? Ich habe in Gesprächen mit Studierenden häufig gehört, dass sie nicht gerne ihre privaten Informationen mit den Informationen der Hochschule vermischen. Natürlich haben sie unter ihren Kommilitonen Freunde, aber nicht alle ihre Kommilitonen sind auch ihre Freunde. Sie haben gerne ihre eigene persönliche Lernumgebung, bestehenden aus unterschiedlichen Funktions- und Informationsdiensten, wie Wiki, Facebook, Google, diverse Weblogs, Dropbox und mehr. Es ist also naheliegender Learning Management Systeme so zu erweitern, dass sie zu Social Learning Environments werden – eine Art Schnittstellen zwischen LMS und PLE.

Jonathan Mott nennt ein solches System eine Open Learning Network und sieht es als eine Brücke zwischen dem institutionellen Learning Management System und den diversen Personal Learning Environments der Studierenden und Lehrenden. Ein OLN soll aber nicht dafür eingesetzt werden, um die Koexistenz von LMS und PLE zu gewährleisten, sondern um die Vorteile beider Systeme zu vereinen und somit ein neues institutionelles aber offenes System zu schaffen.

Folgende Stärken und Schwächen von PLEs und LMS dienten als Grundlage zur Formulierung der Eigenschaften von Open Learning Networks. Diese wurden mittels eine Umfrage in Twitter und auf dem Blog von Jonahan Mott ermittelt:

Stärken des LMS

  • Einfach, strukturiert und konsistent
  • Meistens Integration mit Hochschulinformationssystemen
  • Privat und sicher
  • Einfach in der Nutzung und demnach Kostengünstig in der Schulung (Sehe ich anders!)
  • Guten Funktionen zur Inhaltsverwaltung

Schwächen des LMS

  • Sichtbarkeit von Kursen und demnach von Kursinhalte nur innerhalb eines bestimmten Semesters
  • Lehrerzentriert
  • Kursstruktur nutzt nicht die Möglichkeiten der Vernetzung
  • Studierende habe wenig Möglichkeiten eigene Inhalte im LMS zu verwalten
  • Bislang sind die im LMS angebotenen Tools nicht modular
  • Mangel an Interoperabilität mit anderen Systemen

Stärken von PLE

  • Vielfalt an Tools
  • Möglichkeit das System an eigenen Anforderungen anzupassen
  • Keine Systemgrenzen. Tools können auch nach dem Studium verwendet werden
  • Kommunikation und Kommunikation mit anderen innerhalb aber auch außerhalb von Lehrveranstaltungen möglich
  • Studierendenzentriert
  • Verwendung von Austauschformaten

Schwächen von PLEs

  • Unerfahrene User haben eher Schwierigkeiten ein PLE richtig einzusetzen
  • Diverse Sicherheitsprobleme hinsichtlich der Inhalte und persömlicher Daten
  • Hochschule hat wenig Kontrolle über die Daten und Dienste im PLE
  • Gleichzeitig können für die verschiedenen Tools kein entsprechender Support angeboten werden
  • Keine eindeutigen Groupenzugehörigkeiten
  • Bislang keine Integration zu anderen hochschulischen Systemen

Mittels einer Open Learning Network Architektur sollen nun die Stärken von LMS und PLE zusammengefasst werden. Studierende können dadurch weiterhin ihre eigenen Personal Learning Environments nutzen haben aber auch die Möglichkeit, mittels der eigenen Dienste, wie Facebook, eigene Weblogs, Twitter und andere, Inhalte in das Universitäts-Netzwerk einzuspeisen. Das Open Learning Network beruht dafür auf einer Service Orientierten Architektur (SOA), welche die einfache und geregelte Kommunikation mit externen Diensten ermöglichen soll sowie die Einbindung von Inhalten durch die Verwendung von Standardaustauschformaten wie RSS.

Matt Crosslin skizziert in einem Blogbeitrag “Social Learning Enviroment Manifesto” wie so ein System funktionieren könnten. Er verwendet zur Bezeichnung des Systems den Begriff “Social Learning Environment” (SLE). In einem solchen SLE können sich Studierende mit ihrer zentralen Benutzerkennung anmelden und bei Bedarf all die externe Dienste eingeben, die sie sonst für ihr Lernen oder das Kommunizieren mit anderen verwenden. Lehrende richten einen digitalen Klassenraum ein und vergeben dafür einen eindeutigen Tag, beispielsweise “engl1301sp01”. Das SLE aggregiert dann aus allen ihm bekannten und von den Studierenden angegebenen Quellen die Informationen heraus, die mit diesem Tag versehen wurden und stellt sie in dem dafür angelegten Kursraum dar. Das heißt, die Studierenden können in ihren eigenen ausgewählten Diensten ihres PLEs Informationen für das SLE eingeben mit einem Tag versehen und speichern.
Social Learning Environment by Matt Crosslin

Social Learning Environment by Matt Crosslin

Eigentlich ist das eine sehr einfache und bereits realisierbare Form eines Systems. Es gibt aber meines Erachtens ein paar Schwierigkeiten. Ich konnte in den letzten Jahren beobachten, dass Studierende ungern Tags eingeben oder ihre Post zu bestehenden Kategorien einfügen, obwohl es eigentlich in WordPress recht leicht ist. In den meisten Fällen wird das vergessen. Auch dann, wenn die/der Lehrende mehrmals darauf hinweist. Aber auch wenn sie Tags eingeben würden, müssten sie es in so einem System auch konsequent machen, d.h. sie müssten den Tag in allen ihren Diensten eingeben. Bei so einem kryptischen Tag, wie oben angegeben, ist die Gefahr des Vertippens enorm groß. Gleichzeitig ist der Aufwand seitens des SLE-Systems nicht unerheblich. Es muss ein Dienst vorhanden sein, der maximal alle 5 Minuten in allen angegebenen externen Diensten der Studierenden nach neuen Inhalten sucht und diese entsprechend sortiert und den Kursen zuordnet.

Ich frage mich, ob es überhaupt notwendig ist, alle Kommunikations-, und Informationsdienste der Studierenden in das SLE einzubinden? Es kann schon interessant sein, innerhalb eines Kurses die aktuellsten Blogbeiträge oder Tweets der Studierenden zu sehen, aber sollte der gesamte Kurs aus zerstückelten Informationen unterschiedlicher Dienste bestehen? Kann dadurch Kommunikation und Austausch überhaupt stattfinden? Was ist mit Studierenden und Lehrenden, die keinen Facebook-Acccount haben, aber auf Informationen, die aus Facebook kommen, reagieren möchten? Unabhängig davon, dass Facebook bislang ein recht unstrukturiertes RSS-Feed erzeugt, mit dem so eine Auswahl von Informationen erst gar nicht möglich wäre. Ich denke, man läuft mit dieser Variante Gefahr, das ein Kurs lediglich als Datensammlung verwendet wird und nicht als Kommunikationsplattform und dann wären wir wieder bei einem LMS 🙂 Der einzige Unterschied wäre, dass die Inhalte nicht nur von den Lehrenden kommen, sondern auch von den Lernenden.

In den eigenen Portfolios der Studierenden oder zur Darstellung der Profilseiten ist eine solche Lösung interessant. Studierende könnten ihre Portfolios und Profile mit ausgewählten Informationen ihrer Dienste befüllen und sich so innerhalb der Lehr-, Lerncommunity darstellen. Sie hätten dann auch die unmittelbare Kontrolle über die Darstellung der aggregierten Inhalte und könnten entscheiden wie und wo diese dargestellt werden. Für einen Kurs könnte das eher problematisch sein. Interessant für einen Kurs wäre die Bereitstellung von externen, kursrelevanten Informationen, die allen Teilnehmern zugänglich gemacht werden sollen.

Kerres formuliert die Eigenschaften eines SLE im Vergleich zu einem herkömmlichen Learning Management Environment wie folgt (siehe Kerrers  2011, S. 19):

Learning Management Systeme (LMS)

  • Fokus liegt auf den Inhalten
  • Dient zur Distribution von Inhalten
  • Ermöglicht das Testen, Evaluieren und Benoten von Lernaktivitäten
  • Ist ein in sich geschlossenes System (Walled Garden)

Social Learning Environment (SLE)

  • Fokus liegt auf der Nutzeraktivität
  • Dient der Vernetzung von Menschen in Communities
  • Ermöglicht die Kommunikation und Kollaboration
  • Ist Permeabel

Kerres plädiert für eine intelligente und kluge Verknüpfung von Informationen und Diensten in einem SLE und sieht die Herausforderungen in den Bereichen der Auswahl geeigneter Tools und Informationen, in der Gestaltung von Privatheit und Öffentlichkeit sowie der Definition und Bildung von Gruppennetzwerken innerhalb des SLE.

In Vorlesungen beispielsweise wird wohl der Lehrende innerhalb der Lernumgebung die Inhalte vorstrukturieren, auswählen und einbinden. Die Studierenden werden diese dann abonnieren und in ihrem eigenen individuellen Personal Learning Environment darstellen. Sie können aber auch  – falls sie sich trauen – die vom Lehrenden eingestellten Informationen kommentieren oder ergänzen. Im Seminar kommen die Informationen anfangs vom Lehrenden werden aber im Laufe des Seminars bestenfalls durch Informationen, welche die Lernenden erstellen, ergänzt. Diese von den Lernenden erstellten Informationen können durchaus im eigenen externen Blog entstehen und in das SLE mittels Feeds eingebunden werden. In Projekten können während der Planungs- oder Einstiegsphase externe Inhalte zur Orientierung dienen und den Ablauf des eigenen Projektes beeinflussen. Zudem entstehen die Inhalte während der gemeinsamen Arbeit an der Problemlösung. Der Lehrende ergänzt oder kommentiert diese. In jeder einzelnen Lehrveranstaltung werden die Eigenschaften des Systems anders genutzt. Manchmal findet mehr Austausch statt, manchmal steht lediglich die Bereitstellung von Inhalten seitens des Lehrenden im Vordergrund. In machen Fällen müssen Aktivitäten, wie Prüfungen, eher privat ablaufen, manchmal können Inhalte von Studierenden auch für externe Besucher der Lernplattform zugänglich gemacht werden, beispielsweise ausgewählte Projektergebnisse, Essays und weiteres.

Die Verwendung der Lernumgebung ist von der Lehrveranstaltung und jeweils stattfindenden Lehr- Lernprozessen abhängig. Nicht immer steht reger sozialer Austausch und Communitiy-Bildung im Vordergrund (siehe auch Kerres et al 2011, S. 16 ). Oftmals sind organisatorische/administrative Aspekte wichtig, beispielsweise die Zuordnung von Aufgaben, Bekanntmachung von verbindlichen Termine oder die Darstellung von formalen Informationen. In der Entwicklung von Social Learning Environments sollten  die positiven Funktionen von Learning Management Systemen nicht vergessen werden, sondern mit eingebunden werden. Ein SLE sollte ein Nachfolger oder Partner eines LMS sein und nicht ein Konkurrent oder Ersatz.

Kerres, M.; Hölterhof, T.; Nattland, A. (2011): „Zur didaktischen Konzeption von„ Sozialen Lernplattformen“ für das Lernen in Gemeinschaften“. In: MedienPädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung.

Von offenen Lernumgebungen und öffentlichen Lehrveranstaltungen

Vor Kurzem habe ich an einem Workshop zur Erstellung von Podcasts an der FH-Köln teilgenommen. Ein Äußerung ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Es ging um die Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen und die Wahrung von Persönlichkeitsrechten. Während meines Studiums war es sehr wichtig, in den Vorlesungen die wesentlichen Aussagen des Professors aufzuschreiben, um daraus am Ende des Semesters ein Vorlesungsskirpt zu erstellen. Dieses galt als Basis zur Vorbereitung für die Klausur. Hatte man eine Vorlesung verpasst, musste man sich mühsam die Mitschrift eines  Kommilitonen besorgen. Oftmals waren Mitschriften von Studierenden so gut und ausführlich, dass sie für alle anderen als Basis für die Klausur galten.  Heute sieht es ganz anders aus. Mitschreiben ist out, Aufzeichnen ist in. Dafür ist lediglich ein mobiles Gerät mit integrierter Kamera und Mikrofon notwendig (Standard bei allen Mac-Laptops oder iPhones). Man setzt sich in die Vorlesung und lässt einfach die Kamera laufen. Der Lehrende kriegt das oftmals gar nicht mit. Die Geräte sind heutzutage so klein und unscheinbar, dass sie durchaus versteckt werden können. Eigentlich eine gute Form eines Vorlesungsskripts. Perfekt und ausführlich. Vor der Klausur setzt man sich einfach hin und schaut sich die wesentlichen Stellen noch mal an und erstellt daraus  die Mitschrift.  Solange die Aufzeichnungen innerhalb des Semesters verbleiben eigentlich eine gute Sache. Aber diese Form der Aufzeichnung ist eigentlich nicht erlaubt. Der Lehrende muss  der Aufzeichnung natürlich zustimmen und diese bestenfalls auch freigeben. Zudem verbleiben solche Aufzeichnungen mittlerweile nicht nur auf dem Rechner eines Studierenden, sondern werden fleißig über entsprechende Community-Plattformen untereinander geteilt. So kann es durchaus sein, dass sich ein Lehrender plötzlich bei YouTube wiederfindet. So wird allmählich die herkömmlich geschlossene Vorlesung zu einer offenen gar öffentlichen Veranstaltung.

Mitschriften oder Aufzeichnungen werden nicht mehr auf einem für eine bestimmte Nutzergruppe geschlossenen LMS abgelegt, sondern mittels Weblogs, WIkis, Microblogging, Videoplattformen öffentlich präsentiert. Vorlesungen können erlaubt oder unerlaubt aufgezeichnet  und auf öffentlichen Plattformen darstellt werden (z.B.  iTunes). Dort sind sie nicht nur für das aktuelle Semester,  den Fachbereich oder für die Hochschule, sondern für die ganze Welt sichtbar. Nutzer können die Aufzeichnung herunterladen, weiter empfehlen, kommentieren oder bewerten.  Demnächst muss sich womöglich der Lehrende nicht nur Gedanken darüber machen, wie er den Stoff für seine Studierenden vorbereitet und darstellt, sondern auch damit rechnen, dass seine Ausführungen von externen Zuschauern mitgehört werden.  Es ist  schon abzusehen, dass es in Zukunft viele Diskussionen hinsichtlich der Qualitätssicherung und der Wahrung von Persönlichkeitsrechten geben wird. Davon hängt natürlich auch die Bereitschaft der Lehrenden ab, sich öffentlich zu präsentieren mit allen positiven als auch negativen Konsequenzen, die damit verbunden sind. Wir dürfen gespannt sein!

Mashups bei IBM

Folgendes Video vom IBM Mashup Center liefert ein schöne teils euphorische Einführung in Mashups. Leider denke ich nicht, dass sich die IT-Abteilung nach der Einführung von Mashups zurücklehnen und ihren Cocktail genießen kann. Trotzdem bittet diese Technologie  bestimmte Vorteile sowohl für die Services  der IT-Abteilung als auch für den Enduser. Dieser muss aber ganz genau wissen, was er von einem Mashup will und die Technologie entsprechend anwenden können. Und ich muss zugeben, dass ich schon beim Zuschauen des Videos diesbezüglich  meine Zweifeln hatte. Vielleicht kann sich die IT-Abteilung zurücklehnen, dafür muss sich aber die Schulungsabteilung um so mehr anstrengen!

http://www.youtube.com/watch?v=3kDnbhKb2ow

Dashboard in wordpress.com

Ich habe gerade festgestellt, dass in WordPress.com  bereits mehrere Funktionen existieren, die das Dashboard von WordPress endlich  interessant machen. So können beispielsweise mittlerweile RSS-Feeds von Blogs sofort mittels der Admin-Bar abonniert und die aktuellen Beiträge durch der Funktion Blog-Surfer im Dashboard verfolgt werden. Eine weitere Möglichkeit Beiträge zu verfolgen, bittet die Funktion Subscriptions an. Dort kann mittels der Admin-Bar auch eine Liste von Blogs angelegt werden. Anders aber als beim Blog-Surfer erhält man bei jeder Aktualisierung der Blogs eine E-Mail. Wie man sieht gibt es in KISDspaces einiges zu tun!

Picok – Persönliches Informations Cockpit

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Picok ist ein von der der  Firma Liip aus  Zürich entwickelter Multi-User Open Source Web-Desktop. Ähnlich wie bei iGoogle, Pageflakes und anderen Web-Desktops können in Picok  vordefinierte Portlets ausgewählt und strukturiert auf einem dreispaltigen Layout abgelegt werden. Zu diesen vordefinierten Portlets gehören  beispielsweise ein Kalender, Doodle, Google Suche, eine Wetterkarte und weitere. Diese Liste kann von den jeweiligen Administratoren erweitert werden. Da das Systeme in der Schweiz entwickelt wurde, sind die meisten Portlets vornehmlich auf den Schweizer Raum zugeschnitten. Recht interessant. Mal schauen, ob das System in Zukunft weiterentwickelt wird. Eine Open Source Alternative zu iGoogle und Pageflakes ist schon langer nötig!

Cosmolearning

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Cosmolearning ist eine Internet-Plattform auf der verschiedene Materialien, wie Online-Kurse, Dokumentationen, Bücher und weitere Lehrinhalte sowohl für Schulen aber auch für den Unterricht zu Hause angeboten werden. Die Lehrinhalte sind  nach unterschiedlichen Themen sortiert, wie Anthropologie, Geschichte, Biologie, Informatik, Sprachen und weitere. Die Idee der Plattform hatten zwei Geschwister. Sie wollten sich in Naturwissenschaften verbessern und haben das Internet nach geeigneten Ressourcen durchsucht. Diese haben sie nun auf der Plattform Cosmolearning auch für andere Interessierte zugänglich gemacht. Eine Online-Community soll dazu beitragen die Plattform um Ressourcen zu erweitern. Besonders interessant sind die nach Themen sortierten Dokumentationen. Mir war nicht bewusst, dass so viele hochwertige Dokumentation, wie der Blaue Planet oder die BBC-Dokumentation “Space” mit Sam Niel öffentlich zugänglich sind. Auf jeden Fall sind sie sehenswert!

KISDspaces und GoogleMaps

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Die KISD hat viele internationale Partnerhochschulen. Studierende, die einen Auslandsaufenthalt planten haben oft den Wunsch geäußert, mehr Informationen aus diesen Hochschulen zu erhalten,  gerade von anderen Studierenden der KISD, die bereits dort ein Auslandssemester absolviert haben. Um diesen Wunsch auch in KISDspaces nachzugehen, wurde ein neuer Bereich eingerichtet: “KISDabroad”.

http://spaces.kisd.de/abroad/

Im Bereich KISDabroad wurde ein Blog (Space)  pro Partnerhochschule angelegt, indem sich KISD-Studierende im Ausland als Autoren anmelden können – natürlich im Space der eigenen Auslandshochschule.  Den Studierenden wurde vor ihrer Abreise  eine Aufgabe mitgegeben. Sie sollen im entsprechenden Space innerhalb von bestimmten Themen, beispielsweise Architektur, Esskultur, Szene, Public Design und weitere Beiträge über das Land, die neue Stadt oder die Hochschule  schreiben. Der vorgegebene Themenkatalog dient als Orientierungshilfe. Die Studierenden sollen sich daraus zwei Themen aussuchen und entsprechend im Space darstellen.

Zusätzlich wurden nun auch GoogleMaps in diese Spaces integriert. Die Studierenden können dadurch, bei Bedarf in ihrem Beitrag einen Marker auf Google Maps setzen, um beispielsweise ein nettes Café, ein interessanten Laden, die Bibliothek, das beste Krankenhaus den Daheimgebliebenen zu empfehlen. Diese markierte Karte kann im aktuellen Beitrag eingebunden werden. Aber alle in den Beiträgen gesetzten Marker werden noch zusätzlich automatisch auf einer Gesamtkarte im Space präsentiert (unter den Navigationspunkt Map). So können Studierende, die auch ein Auslandssemester in dieser Hochschule anstreben, sich  im Vorfeld einen Überblick verschaffen.

Die Spaces der jeweiligen Hochschulen werden in diesem Semester erstmalig eingesetzt, aber sie sollen über mehrere Semester laufen und um die Beiträge der neuen Studierenden im Ausland erweitert werden.

Echtzeit Suchmaschine Collecta

Die Suchmaschine Collecta ermittelt  Tweets, Photos, Videos, Blog-Beiträge, Kommentare zu einem bestimmten Suchwort in Echtzeit. So sind die Suchergebnisse nicht statisch, sondern werden durch weitere neuere Beiträge ständig während der Betrachtung ergänzt und aktualisiert. Derzeit ist der Dienst noch nicht online. Dennoch kann die  Arbeitsweise von Collecta auf den Webseiten “Obama in real Time” und “Swine Flu” beobachtet werden.

collecta

Diese Art der Suche ist schon gewöhnungsbedürftig, da sich die dargestellten Suchergebnisse  ständig in ihrer Positionierung ändern und man leicht überfordert durch die Fülle an Informationen ist. Zumal auch die  Suchergebnisse bislang ungefiltert ausgegeben werden. Es gib keinerlei Auswertung oder Rating. Es zählt lediglich die Aktualität der Beiträge und diese ist für gewöhlich kein Qualitätsmerkmal.  Nichtsdestotrotz ist Collecta ein recht interessanter und sehenswerter Ansatz.